Aksel Hennie (* 29. Oktober 1975) ist ein norwegischer Schauspieler, Regisseur und Autor. Er wirkte in einer Reihe erfolgreicher norwegischer Filme mit und wurde mehrfach ausgezeichnet. Hennie wuchs in Lambertseter bei Oslo auf. Im späten Teenageralter wurde er wegen Graffiti verurteilt und geriet nach seinem Geständnis bei der Polizei in der Gemeinde in Ungnade. Diese persönliche Geschichte bildete einen Großteil des Hintergrunds für den Film „Uno“. Hennies Verurteilung war einer der ersten Fälle dieser Art in Norwegen. Nach vier Bewerbungen wurde Hennie an der Norwegischen Nationalen Theaterakademie aufgenommen. Er schloss sein Studium 2001 ab und spielte anschließend am Teatret Vårt in Molde (2001–2002) und am Oslo Nye Teater (seit 2002), wo er unter anderem in Stücken wie „Hamlet“ und „Kvinnen som giftet seg med en kalkun“ (Die Frau, die einen Truthahn heiratete) zu sehen war. Seinen größten Erfolg feierte er jedoch als Filmschauspieler. Sein Debüt gab er 2003 in dem Spielfilm „Jonny Vang“. Obwohl Regisseur Jens Lien Hennie zunächst für zu jung für die Rolle hielt, überzeugte ihn der Schauspieler, dass er die ideale Besetzung war. Im selben Jahr wirkte er auch in den Filmen „Buddy“ und „Ulvesommer“ mit. Im darauffolgenden Jahr gab er mit dem Film „Uno“, in dem er auch selbst mitspielte, sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor. Für diesen Film absolvierten Hennie und sein Co-Star Nicolai Cleve Broch ein sechsmonatiges hartes körperliches Training, um die Bodybuilder überzeugend darzustellen. 2005 gewann er für „Uno“ den Amanda Award – den wichtigsten norwegischen Filmpreis – in der Kategorie „Beste Regie“ und war im selben Jahr auch für die Auszeichnungen „Bester Hauptdarsteller“ und „Bester Film“ nominiert. Für seine Rolle in dem Film „Jonny Vang“ wurde er 2003 mit dem Amanda Award als „Bester Schauspieler“ ausgezeichnet. 2004 wurde er von European Film Promotion zu einem der europäischen „Shooting Stars“ gekürt. Bereits 2001 kürte ihn die Zeitung Dagbladet zum „Theatertalent des Jahres“. 2008 spielte Hennie die Hauptrolle in dem Film „Max Manus“, in dem er den gleichnamigen norwegischen Kriegshelden verkörperte. Der Film hatte für norwegische Verhältnisse ein hohes Budget und wurde mit großen Erwartungen aufgenommen. Sein nächster internationaler Film ist „Age of Heroes“, ein Zweiter-Weltkriegs-Drama, das größtenteils in Norwegen gedreht wurde und in dem Sean Bean und Danny Dyer die Hauptrollen spielen.